Diagnose von Helicobacter-Pylori

Bei einer Helicobacter-Pylori-Infektion spielen im Rahmen der Diagnose unterschiedliche Testverfahren eine Rolle. 

Es ist zum einen möglich, den sog. Antikörpertiter im Blut zu bestimmen. Ein Antikörpertiter beschreibt die Blutkonzentration von Antikörpern gegen einen bestimmten Erreger. Dieses Verfahren nutzt den Umstand, dass das Immunsystem des Menschen bei einer Infektion mit einem Krankheitserreger Antikörper gegen diesen Erreger bildet. Sind die bestimmten Antikörper in erhöhter Konzentration im Blut zu finden, liegt sehr wahrscheinlich eine aktive Infektion mit dem Erreger vor. Jedoch bleiben die Antikörpertiter auch lange Zeit nach erfolgreicher Behandlung der Infektion erhalten. Somit ist dieser Beweis nur begrenzt für eine Helicobacter-pylori-Infektion aussagekräftig – die Diagnose stellt der Arzt dann anhand weiterer Untersuchungen.

Ein weiteres Verfahren, Helicobacter Pylori festzustellen, stellt der Harnstoff-Atemtest dar. Dabei nimmt der Patient ein Präparat zu sich, welches Harnstoff mit speziell markierten Kohlenstoffatomen, sogenannten C13-Harnstoff, enthält. Liegt eine Infektion vor, spaltet das vom Bakterium produzierte Enzym Urease den Harnstoff und setzt dabei die markierten Kohlenstoffatome (C13) frei. Beim Ausatmen wird gemessen, ob sich C13 in der Atemluft befindet – ist dies nicht der Fall, liegt keine Helicobacter-pylori-Infektion vor. Der Atemtest gilt heute als Standard in der Nachsorge bereits behandelter Patienten.

 

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